Tim Snider (USA)

28.01.2019
Tim Snider (USA)

Nach einer ununterbrochenen Welttournee als bekannter Violinist für die amerikanische Band Nahko and Medicine for the People nutzt Tim Snider die Tourpause der Band, um selbst ein paar Shows zu spielen. Tim spielt nicht nur Geige sondern loopt Gitarre, Percussion und Gesang. Dabei entsteht ein Sound, der als "Mischung aus Welt- und Folkmusik, die Herz, Kopf und Füße berührt“ beschrieben wurde. Seine ganz eigene Art der Welt-Folk-Musik und Conscience Rock lassen dich nochmal mit einem ganz neuen Gefühl von Sinn tanzen.

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Tim Snider wollte schon in sehr jungen Jahren Geige spielen. Ein Auftritt von Itzhak Perlmann in der Sesamstraße, als Tim erst dreieinhalb war, war seine früheste musikalische Inspiration und es war klassische Musik, die den Anstoß gab, dieses Instrument spielen zu lernen. Im Laufe der Jahre kamen andere Einflüsse dazu - von Erfahrungen mit Rock (er ließ die Geige links liegen und begann, Gitarre zu spielen), über einen Auftritt von Ben Harper, durch den er begann, Lieder zu schreiben bis hin zu Aufenthalten in Spanien und Kuba, die Flamenco, Salsa und Afro-Kubanische Rhythmen in sein Repertoire einfließen ließen. Er kehrte an die Universität zurück und studierte ein Jahr lang Jazz, fand seine Liebe zur klassischen Musik wieder - und kehrte zur Violine zurück.

Das ist eine Menge Musik für jemanden, der noch so jung ist, doch die Erfahrung dient ihm. Er stand schon mit ganz unterschiedlichen Künstler*innen auf der Bühne wie z. B. Stell Pulse, der Robert Randolph and the Family Band und ist durch einen großen Teil des Globus getourt, um seine eigene Musik zu spielen, die eine Mischung aus Weltmusik, Folk und Jazz ist, die das Herz, den Kopf und die Füße anspricht. Auf seinem Album Let Go, Jump In The River, das er mit einer großen Gruppe musikalischer Freund*innen aufgenommen hat, verbindet Snider all diese Einflüsse auf eine lebendige und kraftvolle Weise. Die Lieder werden durch Rhythmen aus Südeuropa und Mittel- und Südamerika angetrieben und gehen höchst angenehm unter die Haut. „Hurricane“ legt einen starken Anfang hin, getragen durch ernsthafte Geigensaiten und legt den Grundstein für den bemerkenswerten Song "Jump In“ - den inoffiziellen namensgebenden Track - in dem seine Vision (und sein Konzept) wirklich aufgehen. Es geht darum, loszulassen, das Leben zu packen und das ist genau das, was Snider musikalisch macht - mit guten Portionen Rhythmus und radiofreundlichen Hooks.
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https://www.youtube.com/watch?v=chPox_laBas (2016)