Nono (D)

10.04.2026
Nono (D)

Hat man keinen Bock auf Machos, ist man bei Nono gut aufgehoben. Sein erstes jemals gesprochene Wort als Künstlername, Kuscheltiere auf der Bühne und Texte über den schmerzlichen Verlust eines Freundes oder die Liebe zum Haustier passen sicher nicht in das klassische Männlichkeitsbild.
Schon im Alter von 11 Jahren schnappte sich Nono die Gitarre seines Bruders und nahm erste Ideen auf Tape auf. Das, was sich daraus entwickelt hat, schallt heute aus einer Drum Machine, während uns der Multiinstrumentalist auf eine Reise in eine andere Welt mitnimmt. Ob es Conga-Samples, Disco-Synths oder eine hochgestimmte Western-Gitarre ist - Nono bearbeitet sie, bis es gut klingt.

Im Sound drückt sich das in verspielten Melodien und pulsierenden MPC-Samples aus. Als Sohn von Orchestermusiker*innen wuchs Nono mit klassischer Musik auf, in jeder Ecke des Hauses stand ein Instrument zum Ausprobieren. Schnell wurden jedoch Genres der Pop-Musik und später auch Jazz sowie Soundtracks aus Film und Gaming interessanter für ihn. Nono verbindet die Wucht heutiger Pop-Musik mit dem Flair der Rockmusik der Siebziger Jahre.
Dem Bühnen-Menschen Nono umgibt eine gewisse ungewollte Komik. Sein verplantes Auftreten und das Herumdrücken an unterschiedlichen Gerätschaften auf der Bühne erinnern manchmal an einen verrückten Professor in einem Cartoon. Wahrscheinlich sind das Nebenwirkungen davon, dass er neben der Musik seine Doktorarbeit schreibt. Dennoch ist Nono beim Spielen ganz bei sich
– oder in seiner Welt.
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